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Call for Papers: 33. Tagung des Forums Friedenspsychologie in Marburg, 12.-13. Juni 2020

We have a dream – Positiver Frieden als Weg in eine friedvollere und gerechtere Gesellschaft

Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krieg und anderen Formen direkter Gewalt. Auf der 33. Tagung des Forums Friedenspsychologie wollen wir uns mit dem Konzept des Positiven Friedens befassen und die Frage stellen, wie positiver Frieden aussieht. Wie und was können Psychologinnen und Psychologen zu einem solchen positiven Frieden beitragen? Kommunikation und Kooperation zwischen Konfliktparteien, die Einhaltung von Gerechtigkeitsstandards sowie zivilgesellschaftliches Engagement mit dem Ziel der Überwindung struktureller und kultureller Konfliktursachen zählen vermutlich zu den Dingen, die für die Erreichung eines positiven Friedens von besonders hoher Relevanz sind.

Wenn wir hier zu Beiträgen zu positivem Frieden aufrufen, meinen wir damit psychologische Beiträge, die sich mit interpersonalen Beziehungen, Beziehungen zwischen Gruppen, Organisationen und politischen Parteien sowie zwischen Staaten befassen. Beiträge können – aber müssen nicht – einem der folgenden beispielhaften Themenfelder zugeordnet werden: Friedenspädagogik & Prävention, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, politische Systeme, soziale Gerechtigkeit.

Wie immer sind auf der Tagung des Forums Friedenspsychologie darüber hinaus Beiträge willkommen, die sich außerhalb des Schwerpunktthemas mit Konflikten und Frieden aus psychologischer Perspektive befassen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der AE Sozialpsychologie, Universität Marburg.

Ausschreibung des Gert-Sommer-Preises 2020

Das Forum Friedenspsychologie – Bewusst-sein für den Frieden schreibt zum 14. Mal den „Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie“ aus. Eingereicht werden können in deutscher oder englischer Sprache verfasste Qualifizierungsarbeiten auf allen Ebenen. Die Arbeiten sollen sich theoretisch und/oder empirisch mit Fragen der Friedenspsychologie befassen, d.h. mit psychologischen Dimensionen der Prävention und des Abbaus direkter, struktureller und/oder kultureller Gewalt, der gewaltfreien und konstruktiven Austragung kollektiver Konflikte (z.B. durch Mediation) oder der Förderung von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit (z.B. durch Friedensbildung oder Friedenspädagogik, auch Themen wie Nachhaltigkeit können hier relevant sein).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Gert-Sommer-Preisträgerinnen 2019

v.l.n.r. Isabel Strubel, Mareike Augsburger, Christopher Cohrs
v.l.n.r. Isabel Strubel, Mareike Augsburger, Christopher Cohrs

Die Preisträgerinnen 2019:

Mareike Augsburger (Becoming cruel in the face of war – Sex-specific, individual and social aspects affecting the relation between exposure to traumatic stress and aggression) & Isabel Strubel (Nachhaltiger Konsum, Fairer Handel und Gerechtigkeit. Eine multimethodale psychologische Untersuchung gerechtigkeits- und verantwortungsbezogener Motive)

Die Gewinner des Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie 2018

Preisträger 2018: Dr. Timothy Williams, Dissertation “The Complexity of Evil: Modelling Perpetration in Genocide” (Philipps-Universität Marburg).

Im Jahr 2018 erhielten zusätzlich zwei Arbeiten die Auszeichnung Honorable Mention: Ulrike Auge, Bachelorarbeit “Adoleszenz in Afghanistan: Die theoretische Ausdeutung adoleszenter Möglichkeitsräume bei Jugendlichen in Afghanistan” (International Psychoanalytic University Berlin) und Sofia Krüger, Masterarbeit “Countering the Northern Irish ‘Ethos of Conflict’ with an ‘Ethos of Peace’? The Protestant Churches in Northern Ireland and their Counterframing Activity during the Peace Process between January and May 1998” (Universität Tübingen).