Menu Close

Author: Klaus Harnack

Geboren am 22.12.1978 in Kassel und aufgewachsen im Nordhessischen. Stationen: Akademischer Rat a.Z. (WOP, Universität Münster) Promotion (Sozialpsychologie & Motivation, Universität Konstanz) Wirtschaftsmediator (Steinbeis Hochschule, Berlin & Leipzig) M.Sc. Research Psychology (University of Amsterdam) Cognitve Science (New Bulgarian University, Sofia) Behavioral Finance (Cognitrend, Frankfurt) B.Sc. Cognitive Science (University of Osnabrück) Rechtswissenschaften (Humboldt University, Berlin) Psychosoziale Betreuung (Drogennotdienst, Berlin) Tätigkeiten: Lehre: Verhandlung, Mediation, Sozial-, Markt-, Werbe-, Finanz-, & Arbeitspsychologie Forschung: Adult Playfulness & Negotiation, Mediation, Partizipation, Grounded Cognition & Design Praxis: Wissenstransfer, Beratung & Mediation

FFP Small Grant Gewinnerin Tamara Wolf

Tamara Wolf

Abstrakt oder konkret? Welche Präferenzen zeigen Opfer- und Tätergruppen, wenn es um die Repräsentation historischer Vergehen geht?

Oftmals sind es unterschiedliche psychologische Bedürfnisse von Opfern und Tätern, die Frieden und Versöhnung im Wege stehen.

Für die Gestaltung von Denkmälern, Museen, intergruppalen Dialogen und pädagogischen Interventionen können die Erkenntnisse hinsichtlich der präferierten Darstellungen einen wichtigen Beitrag leisten, indem in Zukunft die Bedürfnisse und Motivationen beider Gruppen berücksichtigt werden können.

Auf Basis des needs-based model of reconciliation fühlen sich Opfer und Täter auf verschiedenen Dimensionen ihrer sozialen Identität bedroht und sind daher motiviert, diese zu schützen oder wiederherzustellen, was zu unterschiedlichen Präferenzen für die abstrakte oder konkrete Darstellung der Ereignisse im intergruppalen Kontakt führen kann. Gestützt durch die Ergebnisse einer Pilotstudie kann davon ausgegangen werden, dass historische Opfergruppen (Juden) im Kontakt mit Tätergruppen (Deutsche) konkrete Darstellungen präferieren, während umgekehrt abstrakte Darstellungen bevorzugt werden. Durch den Erhalt des Small Grants sollen die Ergebnisse und zugrundeliegenden Annahmen in einer weiteren Studie überprüft und erweitert werden.

FFP – Small Grant Gewinner Mathias Jaudas

Mathias Jaudas

Es steht wohl außer Frage, dass die konfliktpsychologische Forschung auf zahlreiche Erkenntnisse verweisen kann, die einer gewaltfreien und nachhaltigen Konfliktbeilegung zuträglich sind (z.B. Montada und Kals, 2013). Doch um derartige Ansätze in der Gesellschaft nutzbar zu machen, bedarf es moderner und attraktiver Vermittlungsansätze. Das Projekt Conflict Food widmet sich dieser Aufgabe, indem es online-basierte Videoformate entwickelt, produziert und evaluiert, die über Social Media einen breiten Teil der Bevölkerung erreichen sollen und damit zu einer Verbesserung der Konfliktkompetenzen beitragen. In ersten experimentellen Studien konnten effektstarke und langfristige Wirksamkeitsbelege geliefert werden.

Mit der Förderung wird die Weiterentwicklung und insbesondere die Evaluation eines neuen Videoformates unterstützt, das über ein gesteigertes virales Potential möglichst viele Menschen erreichen soll. Der Kompetenztransfer erfolgt dabei von Laien für Laien, indem wir die Teilnehmenden zu konfliktpsychologischen Inhalten coachen und im Anschluss bitten, ihr neues Wissen mit ihren eigenen Worten vor der Kamera wiederzugeben. Durch die Förderung wird eine experimentelle Kontrollgruppenstudie möglich, in der eine repräsentative Online-Panelstichprobe Daten zum Kompetenzzuwachs, der Akzeptanz sowie möglichen Veränderungswünschen seitens der Nutzer generiert.

Conflict Food ist ein langfristig angelegtes und potentiell hochskalierbares Transferprojekt, das im Sinne handlungsorientierter Forschung einen praktischen Beitrag zur psychologischen Friedensforschung leisten kann. Wir freuen uns sehr, im Zuge der Förderung einen weiteren Schritt gehen zu können.     

Mentoringprogramm – Forum Friedenspsychologie

Suche nach Mentor*innen! 

Trotz des steigenden Bekanntheitsgrades von Friedenspsychologie, ist die Verankerung im wissenschaftlichen System und der Überblick über Tätigkeitsfelder im Bereich Friedenspsychologie für den Nachwuchs noch ausbaufähig. Aus diesem Grund möchten wir ein Mentoring etablieren, bei dem sich Personen bereit erklären einen oder mehrere Mentees zu beraten, weitere friedenspsychologische Kompetenzen zu erwerben. 

Ein Mentor muss dabei nicht dem Mentee in der Karriere vorangeschritten sein, es kann auch eine Beratung aufgrund einer spezifischen Kompetenz sein, in der sich der Mentee weiterbilden möchte. 

Die Mentor*in-Mentee-Verbindung wird dabei von uns initiiert und wird auf ein Jahr eingegangen, die dann eigenständig auf Wunsch weitergeführt werden kann. Dabei raten wir, mind. zwei Mal in diesem Jahr die Möglichkeit zu einem ausführlichen Austausch zu bieten. Die Inhalte des Austausches sollten dabei vertraulich behandelt werden.

Ziele

  1. Erweiterung des eigenen Netzwerks – im akademischen und nicht-akademischen Bereich Friedenspsychologie z.B. durch das Bekanntmachen der Mentees mit Mitarbeiter*innen, Kooperationspartner*innen, Kolleg*innen auf Tagungen oder in der Arbeitsgruppe der Mentor*innen
  2. Unterstützung in der Karriereplanung z.B. durch Beratung bei Karriereentscheidungen, Hinweise auf offene Stellen innerhalb und außerhalb von akademischen Institutionen, Ratschläge zur Bewerbung

Wir suchen somit Personen, die sich bereit erklären als Mentor*innen fungieren zu wollen. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bei Nadine Knab (knab@uni-landau.de) mit dem Hinweis, wie viele Mentees Sie annehmen würden. 

Gert-Sommer-Preisträgerinnen 2019

v.l.n.r. Isabel Strubel, Mareike Augsburger, Christopher Cohrs
v.l.n.r. Isabel Strubel, Mareike Augsburger, Christopher Cohrs

Die Preisträgerinnen 2019:

Mareike Augsburger (Becoming cruel in the face of war – Sex-specific, individual and social aspects affecting the relation between exposure to traumatic stress and aggression) & Isabel Strubel (Nachhaltiger Konsum, Fairer Handel und Gerechtigkeit. Eine multimethodale psychologische Untersuchung gerechtigkeits- und verantwortungsbezogener Motive)