Menu Close

Fachnetzwerk Sozialpsychologie zu Flucht und Integration

Das Ziel des Netzwerks ist es, wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse in praktische Empfehlungen und Ratschläge für eine Integration von Geflüchteten zu übersetzen.

Zunächst wurden über ein Projekt der Philipps-Universität Marburg Fragen von Praktiker*innen, die im Bereich Flucht und Integration tätig sind, an wissenschaftlich tätige Sozialpsycholog*innen gesammelt. Diese Fragen wurden anschließend von Forscher*innen in kurzen Texten adressiert. Das Ergebnis steht nun auf der Website www.fachnetzflucht.de einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Gewinner des Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie 2018

Preisträger 2018: Dr. Timothy Williams, Dissertation “The Complexity of Evil: Modelling Perpetration in Genocide” (Philipps-Universität Marburg).

Im Jahr 2018 erhielten zusätzlich zwei Arbeiten die Auszeichnung Honorable Mention: Ulrike Auge, Bachelorarbeit “Adoleszenz in Afghanistan: Die theoretische Ausdeutung adoleszenter Möglichkeitsräume bei Jugendlichen in Afghanistan” (International Psychoanalytic University Berlin) und Sofia Krüger, Masterarbeit “Countering the Northern Irish ‘Ethos of Conflict’ with an ‘Ethos of Peace’? The Protestant Churches in Northern Ireland and their Counterframing Activity during the Peace Process between January and May 1998” (Universität Tübingen).

Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie 2019

Das Forum Friedenspsychologie – Bewusst-sein für den Frieden schreibt zum 13. Mal den „Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie“ aus. Der Preis ist mit 1000,- Euro dotiert.

Eingereicht werden können in deutscher oder englischer Sprache verfasste Qualifizierungsarbeiten auf allen Ebenen (Bachelor-, Master-, Magister- oder Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationen; auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelte Arbeiten werden gesondert bewertet). Die Arbeiten dürfen nicht älter als 2 Jahre sein.

Die Arbeiten sollen sich theoretisch und/oder empirisch mit Fragen der Friedenspsychologie befassen, z.B. mit psychologischen Dimensionen der Prävention und dem Abbau von direkter und/oder struktureller Gewalt, der gewaltfreien und konstruktiven Austragung kollektiver Konflikte oder der Förderung von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit. Es können auch Arbeiten eingereicht werden, die nicht im Fach Psychologie angesiedelt sind.

Einreichungsschluss für den im Jahr 2019 zu vergebenden Preis ist der 31.12.2018.

Für weitere Informationen siehe den vollständigen Text der Ausschreibung.

Hilfsprojekte und Initiativen für Geflüchtete

Seit 2012 steigen die Angriffe auf Asylbewerber*innen immer weiter an und verdoppeln bis verdreifachen sich jährlich. Rassistische Demonstrationen finden beinahe wöchentlich statt. Das mediale Bild ist zurzeit bestimmt von Gewalt und Hass gegen die, die unseren Schutz so dringend nötig haben.

Neben all den negativen Ereignissen gibt es aber eine Vielzahl von Menschen, die sich solidarisch zeigen und für Geflüchtete engagieren. Das Engagement kann dabei von Geld- oder Sachspenden über Deutschunterricht bis zum Aufbau von WLAN-Netzwerken reichen. Wir haben hier eine Auswahl von Initiativen zusammengestellt, um die Suche nach der passenden Initiative zu erleichtern.


International agierende Initiativen

SeaWatch

Nach nur einem knappen halben Jahr der Vorbereitung und Planung leistet die MS Sea-Watch seit dem 20. Juni 2015 Flüchtlingsbooten vor der Küste Libyens Ersthilfe und führt Rettungsmaßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch, zudem fordert und forciert sie die Rettung durch die zuständigen Institutionen.

URL: http://sea-watch.org/

Fluchthelfer.in

Auf www.fluchthelfer.in wird erklärt, warum aus Sicht der website-Betreiber*innen Fluchthilfe nach wie vor legitim ist, warum sie daher auffordern „werde Fluchthelfer.in“ und welche rechtlichen Konsequenzen dies haben kann.

URL: http://www.fluchthelfer.in/

Zentrum für politische Schönheit

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist ein Zusammenschluss von etwa 70 Aktionskünstler*innen und Kreativen. Die Mitglieder definieren ihre Verbindung als eine Denkfabrik, die Menschenrechte mit Aktionskunst verbinden soll. Ziel sei es, durch künstlerische Interventionen („Bewusstmachung“) auf humanitäre Themen und den Schutz von Menschenleben aufmerksam zu machen.

URL: http://www.politicalbeauty.de


Überregional agierende Initiativen in Deutschland

Amadeu Antonio Stiftung

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dabei ist es der Stiftung ein wichtiges Anliegen, gleichermaßen gegen Antisemitismus und Rassismus zu arbeiten.

URL: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/

Flüchtlinge willkommen

WG Zimmer für Geflüchtete: „Ihr findet den Umgang mit geflüchteten Menschen in Deutschland nicht gut und wollt selbst aktiv werden? Ihr habt Lust, einem geflüchteten Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern? In eurer WG oder Wohnung ist ein Zimmer frei?“

URL: http://www.fluechtlinge-willkommen.de/

Pro Asyl

Pro Asyl ist eine unabhängige deutsche Menschenrechtsorganisation, die sich für den Schutz und die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt. Neben Öffentlichkeits- und politischer Lobbyarbeit, Recherchen und der Unterstützung bundesweiter Initiativgruppen will der Verein Flüchtlinge in ihren Asylverfahren begleiten und konkrete Einzelfallhilfe leisten.

URL: http://www.proasyl.de/

Wie kann ich helfen

„Wie kann ich helfen“ ist ein privater Blog, entstanden aus dem Wunsch, Informationen und Links zu Projekten für Flüchtlinge in Deutschland zu bündeln, um interessierten Helfer*innen die Möglichkeit zu geben, die für ihren Ort und ihre Möglichkeiten passende Hilfsidee zu finden.

URL: http://wie-kann-ich-helfen.info/


Regionale Initiativen in Deutschland

Flüchtlingsrat Berlin

Im Flüchtlingsrat arbeiten seit 1981 Organisationen, Beratungsstellen, Flüchtlingsselbsthilfegruppen, Initiativen und Einzelpersonen mit. Sie setzen sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und die Wahrung ihrer Menschenwürde ein. Die Verteidigung des individuellen Anspruchs auf Asyl, der Abbau staatlicher Diskriminierungen und die Stärkung antirassistischer Arbeit sind dabei wesentliche Ziele.

URL: http://www.fluechtlingsrat-berlin.de/mitarbeit.php

„Mentorinnen und Mentoren für Flüchtlingsfamilien“ (Köln)

Das Kooperationsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V. und der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. unterstützt neu nach Köln zugewiesene Flüchtlingsfamilien durch freiwillige Mentorenschaften. Kontakte auf Augenhöhe sollen Neuankömmlinge bei der Orientierung unterstützen und eine Willkommenskultur in der Stadt fördern. In der Begegnung übernehmen die Mentor*innen eine Mittlerrolle beim Kennenlernen der Infrastruktur und bieten Unterstützung z.B. bei der Suche nach Rechtsberatung, Sprachkurs, Sportangebot, Kindergartenplatz oder bei der Schulanmeldung.

URL: http://koelner-fluechtlingsrat.de/neu/index.php#30

Freifunker

Menschen, die in Asylbewerberheimen leben, haben keinen Zugang zum Internet. Dieses ist aber notwendig, wenn es darum geht, relevante Informationen zu erhalten, im Kontakt mit der Heimat zu bleiben oder sich in einem neuen Land zu orientieren. Die Freifunker arbeiten daran, Asylbewerberheime mit WLAN auszustatten.

URL: http://freifunk.net/blog/2015/01/lieber-fuer-menschen-als-gegen-irgendwas/


….und im Netz

Campact: Appell gegen Hass und Gewalt

„Menschen suchen bei uns Schutz vor Krieg, Not und Vertreibung. Rechtsextreme empfangen sie mit Gewalt, Brandstiftung und Terror – und der braune Mob applaudiert. Die Stimmung im Land droht sich gegen Flüchtlinge zu wenden. Das dürfen wir nicht zulassen.“

URL: https://www.campact.de/fluechtlinge/appell/teilnehmen

Facebook: Heidenau ist bunt

Diese Seite soll dazu dienen um auf die Rassisten aufmerksam zu machen die in Heidenau gegen ein Erstaufnahmelager im ehemaligen Praktiker mobil machen.

URL: https://www.facebook.com/pages/Heidenau-ist-bunt/1523076914600412?fref=ts

Facebook: So geht das

Übersicht über Aktionen für Geflüchtete

URL: https://www.facebook.com/nursogehtdas?fref=ts

“Frieden Macht Freiheit” – 31. Tagung des Forums Friedenspsychologie

Aktualisierung: Das Tagungsprogramm ist nun unter http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/tagungen/friedenspsychologie/program.html verfügbar.

Wir möchten Sie herzlich zur 31. Tagung des Forums Friedenspsychologie einladen, die zum Thema “Frieden Macht Freiheit” vom 8. bis zum 10. Juni 2018 in Heidelberg stattfinden wird. Keynote Speaker wird Dr. Nurit Shnabel (Tel Aviv University) sein.

Wir freuen uns über Anmeldungen von Beiträgen (Symposien, Einzelvorträge, Poster) aus allen Bereichen der Psychologie; Beiträge können bis zum 30.3.2018 eingereicht werden.

Nähere Informationen zur Einreichung und den Call for Papers finden Sie unter:

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/tagungen/friedenspsychologie/index.html

Themenausgabe “Friedenspsychologie” des In-Mind Magazins – Call for Papers

!!! Einreichungsfrist verlängert bis zum 18.3.2018 !!!

Zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges (11. November 1918) gibt das In-Mind Magazin ein Themenheft “Friedenspsychologie” heraus, das einer breiten Leserschaft die Arbeit und Forschung der Friedenspsychologie vorstellen soll. Hierzu möchten wir Sie einladen, interessante, wissenschaftlich gestützte Artikel und Beiträge einzureichen. Weitere Informationen: CfP_Themenheft_In-Mind_Friedenspsychologie

Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie 2018

Das Forum Friedenspsychologie – Bewusst-sein für den Frieden schreibt zum zwölften Mal den „Gert-Sommer-Preis für Friedenspsychologie“ aus. Der Preis ist mit 1000,- Euro dotiert.

Eingereicht werden können in deutscher oder englischer Sprache verfasste Qualifizierungsarbeiten auf allen Ebenen (Bachelor-, Master-, Magister- oder Diplomarbeiten, Dissertationen, Habilitationen; auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelte Arbeiten werden gesondert bewertet). Die Arbeiten dürfen nicht älter als 2 Jahre sein.

Die Arbeiten sollen sich theoretisch und/oder empirisch mit Fragen der Friedenspsychologie befassen, z.B. mit psychologischen Dimensionen der Prävention und dem Abbau von direkter und/oder struktureller Gewalt, der gewaltfreien und konstruktiven Austragung kollektiver Konflikte oder der Förderung von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit. Es können auch Arbeiten eingereicht werden, die nicht im Fach Psychologie angesiedelt sind.

Einreichungsschluss für den im Jahr 2018 zu vergebenden Preis ist der 28.2.2018.

Für weitere Informationen siehe den vollständigen Text der Ausschreibung.

Neuer Vorstand gewählt

Auf der Mitgliederversammlung am 17.06.2017 wurde ein neuer Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Wiedergewählt wurden Prof. Dr. Christopher Cohrs (Marburg) als Vorsitzender, Dipl.-Psych. Karl-Günther Theobald (Köngernheim) als Kassierer und Dipl.-Psych. Monika Lauer Perez (Düsseldorf) als weiteres Vorstandsmitglied. Neu in den Vorstand gewählt wurden Nadine Knab, M.Sc. (Landau) als stellvertretende Vorsitzende und Dr. Klaus Harnack (Münster) als weiteres Vorstandsmitglied. Sie folgen damit Dr. Jost Stellmacher (Marburg) und Dr. Miriam Schroer-Hippel (Grünheide) nach, denen herzlich für ihr kontinuierliches Engagement für das Forum Friedenspsychologie gedankt wurde.


(oben v.l.n.r.: N. Knab, K.-G. Theobald, G. Sommer, unten v.l.n.r.: K. Harnack, M. Lauer Perez, C. Cohrs)